DIY · Herbst · Deko
Stoffpilze nähen die kleinen Schwestern meiner Stoffkürbisse
Kaum waren die Stoffkürbisse fertig, schaute meine neunjährige Nichte mich mit großen Augen an und sagte: „Und jetzt Pilze!" Also haben wir weitergemacht. Stoffpilze sind für mich die kleinen Schwestern der Kürbisse – dieselbe gemütliche Technik, nur ein bisschen kniffliger, und am Ende stehen sie da wie aus einem Herbstmärchen. Meine Tochter, die inzwischen in Stockholm studiert, näht per Videoanruf mit: Sie sammelt draußen im schwedischen Herbst echte Pilze, ich nähe hier welche aus Leinen, die nie welk werden. Genau das liebe ich an dieser kleinen Bastelei – sie holt den Wald ins Haus, ganz ohne Erde am Tisch.
Schwierigkeit
★★★☆☆ mittel
Zeit
ca. 40 Minuten
Kosten
unter 10 €
Nähmaschine
nicht nötig
Warum Stoffpilze so schön sind ein bisschen Wald für drinnen
Echte Pilze sind wunderschön – aber im warmen Zuhause halten sie keine zwei Tage. Stoffpilze bleiben. Sie stehen den ganzen Herbst auf dem Sideboard, kuscheln sich neben die Stoffkürbisse und bringen diese leise, märchenhafte Cottagecore-Stimmung ins Haus, die ich so liebe.
Am schönsten finde ich sie in gedeckten Naturtönen: cremefarbene Stiele, Hüte in gedämpftem Rostrot, Sand, warmem Braun und einem Hauch Salbeigrün. So werden aus ein paar Stoffresten kleine Kunstwerke – Herbstdeko zum Selbermachen, die ganz ohne Nähmaschine gelingt.
Das brauchst du alles ganz einfach
- 🧵 Stoffreste – Hut in Herbsttönen, Stiel in Creme
- 🌾 Füllwatte oder kleine Stoffreste
- 🪡 Nadel & stabiles Garn
- ✂️ Schere (am besten eine Stoffschere)
- 🪵 optional Holzperle oder Korken für den Stiel
- 🍚 optional Reis für einen standfesten Pilz
Mehr braucht es nicht – und das meiste liegt beim Nähkasten ohnehin schon bereit.
Materialliste und Kurzanleitung kostenlos herunterladen
Damit du beim Nähen alles griffbereit hast, habe ich dir alles als praktische PDF zusammengestellt – zum Ausdrucken und Danebenlegen.
Materialliste & Anleitung als PDF herunterladenSchritt für Schritt so nähst du deinen Pilz
Gut zu wissen
Stopfe den Stiel fester, als du denkst – ein pralles Stielröhrchen trägt den Hut viel schöner. Und der Hut darf ruhig etwas breiter sein als der Stiel, dann sieht der Pilz gleich natürlicher aus.
1 · Den Hut formen. Schneide aus deinem Huf-Stoff einen Kreis mit etwa 18–20 cm Durchmesser. Nähe mit stabilem Faden knapp innerhalb der Kante rundherum – große Vorstiche. Lege eine Kugel Füllwatte in die Mitte, ziehe den Faden zusammen, bis sich eine schöne Kuppel bildet, und schließe sie fast ganz. Das ist dein Pilzhut.
2 · Den Stiel nähen. Schneide ein kleines Rechteck aus hellem Stoff (ca. 12 × 9 cm). Falte es längs, nähe die lange Seite zu einem Röhrchen und wende es. Stopfe den Stiel richtig fest – lieber praller als zu locker – und ziehe ihn unten mit ein paar Stichen zusammen.
3 · Hut und Stiel verbinden. Setze den Hut auf das obere Ende des Stiels. Lege die Unterkante des Hutes um das Stielende und nähe sie ringsum mit kleinen, unsichtbaren Stichen fest. Schon steht dein Pilz.
4 · Die Details. Wer mag, deutet mit ein paar Stichen zarte Lamellen unter dem Hut an oder näht cremefarbene Punkte auf einen rostroten Hut – ein sanfter Fliegenpilz im Villa-Bloom-Ton. Ein bisschen Unregelmäßigkeit macht die Pilze erst richtig lebendig.
Ideen & Variationen damit jeder Pilz anders wird
Näh sie in verschiedenen Größen – vom Mini-Pilz bis handhoch – und stelle sie in ungerader Zahl zusammen. Für einen sanften Fliegenpilz setzt du cremefarbene Punkte auf einen rostroten Hut, ganz ohne Kitsch. Besonders zauberhaft: eine kleine Gruppe aus Pilzen und Stoffkürbissen auf einer Holzscheibe, dazu ein paar echte Zweige und Blätter.
Und wie immer gilt: Die krummen, die kleinen, die mit dem schiefen Hut – das werden am Ende die liebsten.
So dekoriere ich meine Stoffpilze vom Nähtisch in die Wohnung
Sind die Pilze fertig, dürfen sie einziehen: ein Grüppchen auf dem Sideboard neben den Kürbissen, ein paar in einem flachen Korb auf dem Couchtisch, die Kleinsten auf der Fensterbank. So zieht der Herbst ganz leise durch die Wohnung – natürlich und im Landhausstil.
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Was ich dafür verwende meine liebsten Materialien
- Leinenstoff in Naturtönen →
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Häufige Fragen kurz & klar beantwortet
Welcher Stoff eignet sich für Stoffpilze?
Für den Hut Naturstoffe in Herbsttönen wie Leinen, Baumwolle, Cord oder Samt; für den Stiel helle, cremefarbene Stoffe. Kleine Muster passen wunderbar zum Landhausstil.
Wie wird der Stiel schön standfest?
Das Stielröhrchen sehr fest stopfen. Für extra Stand gibt man eine Holzperle, ein Stück Korken oder etwas Reis in den unteren Teil.
Wie befestige ich den Hut am Stiel?
Den Hut auf das obere Stielende setzen und die Unterkante rundum mit kleinen Stichen festnähen. Alternativ hält auch etwas Textilkleber.
Wie groß sollten die Pilze sein?
Von Mini (etwa 5 cm) bis handgroß ist alles möglich. Eine Gruppe aus verschiedenen Größen in ungerader Zahl wirkt am natürlichsten.
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