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Garten · Pflanzen · Pflege

Geranien pflegen damit sie den ganzen Sommer blühen

Geranien – ich weiß, ich weiß, sie gelten als die Oma-Pflanze schlechthin. Ich sage: Zu Unrecht. Denn es gibt kaum eine Pflanze die so unkompliziert, so blühfreudig und so vielseitig ist. In Terrakotta-Töpfen auf meiner Terrasse sehen sie einfach wunderschön aus. Und wenn man ein paar Grundregeln kennt, blühen sie von Mai bis Oktober ohne Unterbrechung. Das ist nicht selbstverständlich und macht die Geranie zur vielleicht unterschätztesten Terrassen-Pflanze überhaupt.

Zuletzt aktualisiert: 2026-06-03

Geranien in Terrakotta-Töpfen auf der Terrasse im Landhausstil Pinnen

Geranien pflegen · der Sommer kann kommen

Was Geranien brauchen Sonne, Wasser und der richtige Schnitt

Geranien (botanisch korrekt: Pelargonien) sind Südafrikaner. Sie lieben Wärme und Sonne, vertragen Trockenheit besser als Staunässe und blühen umso fleißiger je mehr man ihnen verblühte Köpfe entfernt. Ich habe das erst nach zwei Sommern verstanden – warum blühen meine Geranien nicht mehr? Weil ich die verblühten Köpfe einfach hängen gelassen hatte und sie fleißig Samen bildeten. Jetzt nehme ich mir jeden Abend zwei Minuten auf der Terrasse für diesen einen Handgriff. Diese drei Dinge sind der Kern der Geranien-Pflege.

1 · Standort vollsonnig bis halbschattig

Geranien lieben volle Sonne – das ist ihre Lieblingsbedingung für maximale Blüte. Sie tolerieren aber auch halbschattige Lagen, blühen dort aber spärlicher. Ein vollsonniger Südbalkon ist ideal. Wichtig: gute Luftzirkulation. In sehr beengten, feuchten Ecken neigen Geranien zu Pilzkrankheiten.

2 · Gießen der wichtigste Pflegepunkt

Regelmäßig gießen, aber nie in Staunässe stehen lassen. Im Topf: Immer wenn die oberste Erdschicht trocken ist, gründlich gießen. Im Hochsommer kann das täglich sein. Untersetzer leeren nach dem Gießen – stehendes Wasser führt zu Wurzelfäule. Immer von unten gießen oder direkt an die Erde – Wasser auf den Blüten fördert Grauschimmel.

3 · Düngen alle zwei Wochen für maximale Blüte

Geranien sind Vieljungblüher und brauchen entsprechend Nährstoffe. Von Mai bis August alle 14 Tage flüssiger Geranien- oder Balkonblumendünger ins Gießwasser. Ein Dünger mit viel Kalium (K) fördert die Blüte. Zu viel Stickstoff (N) macht viele Blätter auf Kosten der Blüten.

4 · Ausgeizen und Verblühtes entfernen der wichtigste Handgriff

Das ist das Geheimnis dauerhafter Geranienpracht: verblühte Blütenköpfe und die Samenstände darunter regelmäßig entfernen. Nicht nur die vertrockneten Blüten abzupfen, sondern den ganzen Stiel bis zum nächsten Blatt abreißen. Das signalisiert der Pflanze: weitermachen, neue Blüten produzieren. Wer das vergisst, hat nach sechs Wochen nur noch Blätter.

5 · Geranien überwintern so retten wir sie durch den Winter

Geranien können überwintert werden – das spart Geld und manche Sorten werden mit den Jahren sogar schöner. Im Oktober (vor dem ersten Frost) zurückschneiden auf ca. 10 cm, trockene Blätter entfernen und in einem kühlen, hellen, frostfreien Raum überwintern (8-12°C ideal). Sehr sparsam gießen, fast gar nicht. Im März/April an einem hellen, wärmeren Platz aufstellen, etwas mehr gießen und nach zwei Wochen mit dem Düngen beginnen.

6 · Meine Lieblingssorten nach Jahren des Ausprobierens

Für Terrakotta-Töpfe im Landhausstil: klassische aufrechte Geranien in Weiß, Hellrosa oder Lachs. Hängegelanien für Balkonkästen: 'Ville de Paris' in Dunkelrosa, sehr blühfreudig. Duftgeranien: 'Citronella' riecht nach Zitronengras und hält zusätzlich Mücken fern. Pelargonium 'Angeleyes': kleine Blüten mit einer Zeichnung – einfach bezaubernd.

Häufige Fragen kurz & klar beantwortet

Wie pflege ich Geranien richtig?

Vollsonniger Standort, regelmäßig gießen ohne Staunässe, alle 14 Tage düngen und verblühte Köpfe samt Stiel regelmäßig entfernen. Das ist alles was Geranien für dauerhaftes Blühen brauchen.

Warum blühen meine Geranien nicht mehr?

Häufigste Ursachen: Verblühtes wurde nicht entfernt (die Pflanze produziert Samen statt neue Blüten), zu wenig Dünger, zu wenig Sonne, oder zu viel Wasser (Wurzelfäule). Verblühtes sofort entfernen und düngen.

Können Geranien überwintern?

Ja. Im Oktober auf 10 cm zurückschneiden, in einen kühlen (8-12°C), hellen, frostfreien Raum stellen, kaum gießen, nicht düngen. Im März wieder an einen warmen Platz und mit Gießen und Düngen beginnen.

Was ist der Unterschied zwischen Geranien und Pelargonien?

Botanisch sind Pelargonien die korrekte Bezeichnung für das was wir als Geranien kennen. Echte Geranien sind Storchschnabel – frost-harte Stauden für den Garten. Im Alltag sagt aber fast jeder einfach Geranien, und das ist völlig verständlich.

Jona

Über die Autorin

Jona · Villa Bloom & Co.

Ich schreibe über Landhausstil, Garten, Terrasse und gemütliches Wohnen – aus echter Überzeugung und eigener Erfahrung. Alles, was ich hier empfehle, habe ich selbst ausprobiert. Mehr über mich →

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