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Mein Lieblingsplatz im Sommergarten so habe ich meine persönliche Wohlfühloase gestaltet
Es gibt diesen einen Platz in meinem Garten, an dem die Zeit langsamer läuft. Morgens trinke ich dort meinen ersten Kaffee, barfuß, mit ein bisschen Tau an den Fußsohlen. Abends sitze ich noch da, wenn die Lichterketten angehen und die Hortensien nur noch Schatten sind. Mein Lieblingsplatz im Sommergarten ist kein großes Projekt und kein teurer Umbau – sondern eine kleine Ecke, die über die Jahre einfach mitgewachsen ist. Hier nehme ich dich mit dorthin: Ich erzähle dir, wie aus einem unscheinbaren Fleck mein persönlicher Rückzugsort wurde, welche sieben Dinge ihn so gemütlich machen und wie du dir mit ein bisschen Landhausstil und viel Gefühl deine eigene Wohlfühloase im Garten gestaltest.
Zuletzt aktualisiert: 2026-06-13
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Der Blick aus meinem Strandkorb über den ganzen Garten – Pool, Feuerstelle, blauer Himmel. Sofort Urlaub.
So entstand mein Sommergarten über viele Sommer gewachsen
Wenn mich jemand fragt, wie ich meinen Garten „gestaltet" habe, muss ich ein bisschen schmunzeln. Denn geplant war hier nichts. Am Anfang stand ein eher trostloses Stück Rasen, ein wackeliger Klapptisch und der feste Vorsatz, „irgendwann mal was draußen zu machen". Aus diesem Irgendwann wurden viele Sommer – und genau das ist, glaube ich, das Geheimnis. Ein gemütlicher Garten entsteht nicht an einem Wochenende. Er wächst mit jeder Saison, mit jedem Topf, den man dazustellt, und mit jedem Abend, den man draußen verbringt.
Ein Sommer nach dem anderen
Im ersten Jahr kam der Sitzplatz. Im zweiten die ersten Kübel mit Lavendel und Hortensien. Im dritten die Lichterkette, die bis heute mein liebstes Detail ist. So ist es Stück für Stück gewachsen, ohne Plan, aber mit einem klaren Gefühl: Ich wollte einen Ort, an dem es sich anfühlt wie kleiner Urlaub zuhause. Genau dieses langsame Wachsen würde ich dir auch empfehlen – fang mit dem Sitzplatz an und lass den Rest mit der Zeit kommen. Das schont das Budget und sorgt dafür, dass am Ende wirklich nur Dinge dastehen, die du liebst.
Flohmarktfunde mit Geschichte
Die schönsten Stücke in meinem Garten habe ich nicht im Möbelhaus gekauft, sondern auf dem Flohmarkt gefunden. Eine alte Zinkwanne, in der heute Geranien wachsen. Zwei verwitterte Holzkisten, die als Beistelltisch dienen. Ein Korb, in dem die Wolldecke für kühle Abende liegt. Solche Dinge haben eine Patina, die man nicht kaufen kann – und sie machen aus einem Garten im Landhausstil sofort etwas Persönliches statt etwas Gekauftes. Mein Tipp: Geh früh, nimm Bargeld mit und kauf nur, was dich beim ersten Blick anlächelt.
Mein größtes DIY: der Strandkorb
Das Herzstück meines Lieblingsplatzes ist ein Strandkorb – und den habe ich tatsächlich selbst gebaut. Weiß gestrichen, innen schwarz-weiß gestreift, mit einem kleinen Bullauge an der Seite und einem „Private Beach Club"-Schriftzug vorne drauf. Er sieht aus wie von der Nordsee und hat mich einen Bruchteil dessen gekostet, was ein gekaufter Strandkorb kosten würde. Ich erzähle das nicht, um dich zum Bauen zu überreden – sondern weil genau dieses eine Stück zeigt, worum es geht: Ein Lieblingsplatz im Sommergarten lebt von einem Anker, von einem Ort, an dem du sitzen und bleiben möchtest. Alles andere gruppiert sich darum.
Mein selbstgebauter Strandkorb – das Herzstück meines Sommergartens
Die 7 Elemente, die den Platz gemütlich machen kleine Dinge, große Wirkung
Wenn ich meinen Lieblingsplatz auseinandernehme, sind es immer wieder dieselben sieben Dinge, die zusammen für dieses Wohlfühlgefühl sorgen. Kein einziges davon ist teuer oder kompliziert – es ist die Mischung, die zählt. Genau diese sieben würde ich auch dir ans Herz legen, wenn du deinen Garten gemütlich gestalten möchtest.
1. Der Strandkorb – mein Anker
Jeder gemütliche Platz braucht einen festen Sitzplatz, der einlädt zu bleiben. Bei mir ist das der Strandkorb, bei dir kann es genauso gut ein bequemer Gartensessel, eine kleine Bank oder eine gemütliche Sitzecke im Garten sein. Wichtig ist nur: Es soll ein Ort sein, an dem du dich richtig hinsetzt – nicht nur kurz abstellst. Sobald dieser Anker steht, weiß der ganze Platz, wo sein Mittelpunkt ist.
2. Lichterketten – das Licht macht den Abend
Wenn ich nur ein einziges Detail empfehlen dürfte, wäre es die Lichterkette. Warmweiß, locker zwischen Pergola, Zaun und Baum gespannt, verwandelt sie jeden Garten in dem Moment, in dem die Sonne untergeht. Plötzlich wird aus einer Rasenecke eine Bühne für laue Abende. Achte auf warmes Weiß statt kaltem Licht und auf eine outdoorfeste Kette mit mindestens 10 Metern – mehr dazu gleich in der Shopping-Liste und in meinem Beitrag über Terrassenbeleuchtung.
3. Lavendel – Duft, der nach Sommer riecht
Lavendel darf an meinem Lieblingsplatz nicht fehlen. Er duftet, summt vor Bienen und passt mit seinem sanften Blauviolett perfekt zum Landhausstil. Ein paar Töpfe rund um den Sitzplatz reichen schon, damit es sofort nach Süden und Sommer riecht. Wie du ihn richtig pflegst, damit er Jahr für Jahr buschig blüht, zeige ich dir in Lavendel im Topf pflegen.
4. Laternen – warmes Licht zum Mitnehmen
Ergänzend zur Lichterkette liebe ich Laternen. Ein paar auf den Boden gestellt, eine auf den Tisch, eine auf die Stufe – sie schaffen kleine Lichtinseln und lassen sich überallhin mitnehmen. Solar-Laternen sind besonders praktisch, weil sie ohne Kabel auskommen und abends ganz von selbst angehen. Mit echten Kerzen darin wird es noch ein bisschen romantischer; an windigen Abenden greife ich zu LED-Kerzen.
Wenn Laternen und Lichterketten angehen, beginnt der schönste Teil des Abends
5. Outdoor-Kissen – Gemütlichkeit zum Reinkuscheln
Ein Sitzplatz wird erst richtig einladend, wenn er weich ist. Outdoor-Kissen in Blau-Weiß, Naturtönen oder mit feinen Streifen machen aus einer harten Bank einen Ort, an dem man versinkt. Ich mische gern verschiedene Größen und Muster, bleibe aber bei zwei, drei Farben, damit es ruhig wirkt. Wetterfeste Bezüge sind Gold wert – so müssen die Kissen nicht bei jedem Wölkchen ins Haus.
Weiche Kissen, ein Kaffee und ein Buch – mehr braucht es nicht
6. Naturmaterialien – Korb, Holz und Rattan
Was meinen Garten im Landhausstil zusammenhält, sind natürliche Materialien. Ein Korb für die Decke, ein kleiner Holztisch, ein Rattan-Beistelltisch, eine Jutematte unter den Füßen. Diese Materialien altern schön, fühlen sich warm an und nehmen dem Garten alles Künstliche. Kunststoff in Hochglanz hat an meinem Lieblingsplatz Hausverbot – je natürlicher, desto gemütlicher.
7. Pflanzkübel – Grün, das den Raum macht
Pflanzen sind die Wände meines Gartenzimmers. In Kübeln rund um den Sitzplatz stehen Hortensien, Oleander, ein kleines Olivenbäumchen und natürlich Lavendel. Sie geben dem Platz Höhe, Privatsphäre und Leben. Terrakotta oder Rattan-Optik passt am besten zum Look. Wenn du magst, schau dir an, wie ich Hortensien im Kübel und Oleander im Kübel über den Sommer bringe – die beiden sind meine treuesten Begleiter.
Blaue Hortensien und Lavendel – Grün, das dem Platz Leben gibt
Mein Landhausstil im Garten Farben, Materialien, Deko
Warum wirkt der Platz so harmonisch, obwohl hier ganz unterschiedliche Dinge zusammenkommen? Weil sie alle derselben Sprache folgen – der ruhigen, leicht verblassten Sprache des Landhausstils. Wenn du dir eine eigene Wohlfühloase im Garten gestalten möchtest, ist das der wichtigste Trick: nicht möglichst viel, sondern möglichst stimmig.
Farben
Meine Palette ist bewusst sanft: Cremeweiß, Salbeigrün, Lavendelblau, ein wenig Rosé und viel natürliches Grün, dazu das warme Terrakotta der Töpfe. Kräftige Farben hebe ich mir für eine einzige Pflanze auf – ein paar rote Geranien zum Beispiel. Alles andere bleibt zurückhaltend. Diese ruhige Farbwelt ist der Grund, warum sich der Garten sofort entspannt anfühlt, statt bunt zusammengewürfelt zu wirken.
Materialien
Holz, Korb, Rattan, Leinen, Zink und Terrakotta – das sind meine Materialien. Sie haben gemeinsam, dass sie natürlich altern und mit der Zeit nur schöner werden. Ein verwittertes Holzbrett, ein angelaufener Zinkeimer, ein heller Leinenstoff: Genau diese kleinen Gebrauchsspuren machen den Charme aus. Wer von Anfang an auf solche Materialien setzt, bekommt diesen gewachsenen Landhaus-Look fast von allein.
Natürliche Materialien, Bambus und Hortensien prägen den Landhausstil
Dekorationsideen
Bei der Deko gilt für mich: wenige Dinge, die etwas erzählen. Eine Emaille-Kanne mit Wiesenblumen, eine Schale mit Zitronen, eine zusammengelegte Wolldecke über der Lehne, ein Stapel alter Bücher auf dem Beistelltisch. Saisonal tausche ich kleine Details aus – im Hochsommer ein bisschen Mediterranes, im Spätsommer Hortensienköpfe in der Vase. Wenn du Lust auf mehr Stimmung hast, findest du in meinen romantischen Sommerabenden im Landhausstil jede Menge Ideen zum Weiterträumen.
Shopping-Liste für den Look shop meinen Sommergarten
Damit du dir deinen eigenen Lieblingsplatz leichter nachbauen kannst, habe ich meine wichtigsten Stücke hier gesammelt. Du musst nicht alles auf einmal kaufen – fang mit dem Sitzplatz und der Lichterkette an, der Rest darf wachsen.
Häufige Fragen kurz & klar beantwortet
Wie gestalte ich einen kleinen Garten gemütlich?
Gemütlichkeit entsteht nicht durch Größe, sondern durch Schichten: ein fester Sitzplatz als Anker, warmes Licht aus Lichterkette und Laternen, weiche Outdoor-Kissen, ein paar Pflanzkübel und natürliche Materialien wie Holz, Korb und Rattan. Wichtig ist, nicht alles vollzustellen – lieber wenige schöne Dinge, die zusammenpassen. Schon eine Ecke mit Sessel, Beistelltisch und Lichterkette reicht für einen echten Lieblingsplatz. Auf wenig Fläche helfen dir auch meine Ideen für eine kleine Terrasse oder einen kleinen Balkon gemütlich gestalten.
Welche Pflanzen passen zum Landhausstil?
Klassiker sind Lavendel, Hortensien, Rosen, Geranien, Margeriten und Oleander, dazu Kräuter wie Rosmarin und Salbei. Im Kübel machen sich Olivenbäumchen, Zitronenbäumchen und Buchs gut. Am schönsten wirkt eine ruhige Palette aus Weiß, Rosa, Lavendelblau und viel Grün – das wirkt sofort romantisch und natürlich. Tipps zu meinen Favoriten findest du unter Lavendel im Topf pflegen und Hortensien im Kübel.
Welche Beleuchtung eignet sich für den Garten?
Am gemütlichsten wirkt warmweißes Licht aus mehreren kleinen Quellen statt einem hellen Strahler. Eine Outdoor-Lichterkette mit mindestens 10 Metern für die große Linie, dazu Solar- oder LED-Laternen und ein paar Windlichter für den Tisch. Solarmodelle sind praktisch, weil sie ohne Kabel auskommen und abends von selbst angehen. Mehr Ideen sammle ich in meinem Beitrag über Terrassenbeleuchtung.
Fazit dein Sommer darf draußen sein
Mein Lieblingsplatz im Sommergarten ist nicht entstanden, weil ich besonders viel Platz, Geld oder einen grünen Daumen hätte. Er ist entstanden, weil ich mir erlaubt habe, eine kleine Ecke wirklich für mich zu gestalten – mit einem Sitzplatz zum Bleiben, warmem Licht, Lavendelduft und ein paar Dingen, die eine Geschichte erzählen. Genau das wünsche ich dir auch: einen Ort draußen, an dem die Schultern runtergehen, sobald du dich hinsetzt.
Fang klein an. Stell dir den Sessel hin, häng die Lichterkette auf, setz drei Töpfe Lavendel dazu – und dann lass deinen Sommergarten mit jedem Abend ein bisschen mehr zu deiner Wohlfühloase werden. Wenn du magst, stöbere danach durch meine ganze Gartenwelt oder hol dir Inspiration für deine Terrasse im Landhausstil. Ich freue mich, wenn du dir ein Stückchen Sommer nach Hause holst.
Mein persönlicher Lieblingsplatz im Sommer