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Rezepte · Herbst ·

Ofen-Kürbis beurre noisette und knuspriger Salbei

Hokkaido-Spalten aus dem Ofen, dazu beurre noisette mit knusprigem Salbei, Ricotta und gerösteter Buchweizen.

Eine geröstete Hokkaido-Spalte mit Ricotta, knusprigem Salbeiblatt und gerösteten Haselnüssen in NahaufnahmePinnen

Ofen-Kürbis · beurre noisette und knuspriger Salbei

Schwierigkeit

★☆☆☆☆ ganz einfach

Zeit

ca. 35 Minuten

Portionen

4 Teller

Saison

Sept – Nov

Warum dieses Rezept was es besonders macht

Das ist für mich das gemütlichste Rezept des ganzen Hefts — und eines, bei dem der Unterschied zwischen „gut“ und „großartig“ in einer einzigen Pfanne entsteht. Hokkaido ist der unkomplizierteste Kürbis überhaupt: Die Schale bleibt dran, wird im Ofen weich und leicht nussig, und die Kanten karamellisieren zu kleinen dunklen Röststellen. Das eigentliche Geheimnis aber ist die Butter. Man lässt sie in der Pfanne so lange, bis sie nussbraun wird und nach Haselnuss und Karamell duftet — beurre noisette. Wirft man dann Salbeiblätter hinein, frittieren sie in Sekunden knusprig. Darüber kommt gerösteter Buchweizen, der genau den Biss bringt, der aus einer Beilage ein kleines Gericht macht. Wer mag, hobelt etwas Bergkäse darüber. Ein Teller, der aussieht, als hätte man sich Mühe gegeben — und der doch in einer halben Stunde fertig ist.

Übrig gebliebene Kürbiskerne wandern bei mir nicht in den Müll, sondern gewaschen, getrocknet und mit etwas Öl und Salz für zwölf Minuten in den Ofen — als Knabberei nebenbei. Als Beilage passt der Ofen-Kürbis zu fast allem; solo mit einem Klecks Ziegenfrischkäse wird er zum leichten Abendessen. Und die braune Salbeibutter lohnt sich gleich in doppelter Menge: über Pasta oder Gnocchi ist sie am nächsten Tag ein kleines Fest für sich.

Mit Olivenöl eingeriebene Hokkaido-Spalten auf einem Backblech, daneben eine kleine Schale grobes MeersalzPinnen

Was du für Ofen-Kürbis brauchst

Das brauchst du alles ganz einfach

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg)
  • 250 g Ricotta
  • 80 g Butter
  • 12 Salbeiblätter
  • 60 g Buchweizen
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Ahornsirup
  • Grobes Meersalz, Pfeffer

Schritt für Schritt so gelingt es dir

Zwei Dinge entscheiden über das Ergebnis: Der Kürbis braucht genug Hitze, damit die Kanten wirklich karamellisieren. Und die Butter darf im entscheidenden Moment nicht unbeaufsichtigt bleiben.

Hokkaido-Spalten mit Olivenöl und Ahornsirup auf dem Backblech, noch rohPinnen

Schritt 01 · Kürbis schneiden

Kürbis schneiden. Den Hokkaido halbieren, entkernen und in etwa zwei Zentimeter breite Spalten schneiden. Die Schale bleibt dran – sie wird im Ofen weich und leicht nussig. Mit Olivenöl, Ahornsirup, Salz und Pfeffer mischen.

Fertig geröstete Kürbisspalten mit dunkel karamellisierten Kanten auf dem BlechPinnen

Schritt 02 · Rösten

Rösten. Bei 200 °C etwa 35 Minuten rösten, bis die Spalten weich sind und die Kanten dunkel karamellisieren. Die Kerne musst du übrigens nicht wegwerfen: gewaschen, getrocknet, mit Öl und Salz zwölf Minuten in den Ofen – fertig ist die Knabberei nebenbei.

Buchweizen röstet in einer trockenen PfannePinnen

Schritt 03 · Buchweizen rösten

Buchweizen rösten. Röste den Buchweizen in einer trockenen Pfanne, bis er duftet und leicht knackt. Herausnehmen und beiseitestellen – die Pfanne brauchst du gleich noch einmal.

Butter wird in der Pfanne nussbraun, Salbeiblätter frittieren darin knusprigPinnen

Schritt 04 · Braune Butter und Salbei

Braune Butter und Salbei. Dann die Butter in derselben Pfanne schmelzen. Lass sie so lange, bis sie schäumt, der Schaum zurückgeht und sie nussbraun wird und nach Haselnuss und Karamell duftet – das ist beurre noisette. Wirf jetzt die Salbeiblätter hinein: Sie frittieren in wenigen Sekunden knusprig. Von der braunen Butter darfst du dich keine Sekunde wegdrehen, zwischen nussbraun und verbrannt liegen nur wenige Augenblicke.

Braune Salbeibutter wird über Kürbisspalten und Ricotta gegossenPinnen

Schritt 05 · Zusammenbringen

Zusammenbringen. Setze großzügige Kleckse Ricotta zwischen die heißen Kürbisspalten. Streue den Buchweizen darüber und gieße dann die braune Salbeibutter samt der knusprigen Blätter über alles.

Angerichteter Ofen-Kürbis mit Ricotta, Buchweizen und knusprigem SalbeiPinnen

Schritt 06 · Sofort servieren

Sofort servieren. Sofort servieren, solange die Butter noch warm ist und der Ricotta an den Rändern leicht zu schmelzen beginnt. Wer mag, hobelt etwas Bergkäse darüber.

Varianten & Vorbereitung was ich sonst noch mache

Die braune Salbeibutter lohnt sich gleich in doppelter Menge. Über Pasta oder Gnocchi ist sie am nächsten Tag ein kleines Fest für sich.

Als Beilage passt der Ofen-Kürbis zu fast allem; solo mit einem Klecks Ziegenfrischkäse wird er zum leichten Abendessen.

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Häufige Fragen kurz & klar beantwortet

Muss der Kürbis geschält werden?

Beim Hokkaido nicht. Die Schale wird im Ofen weich und leicht nussig und bleibt einfach dran – das ist der Grund, warum er der unkomplizierteste Kürbis überhaupt ist.

Woran erkenne ich, dass die Butter fertig ist?

Sie schäumt zuerst auf, dann geht der Schaum zurück und am Boden setzen sich braune Flöckchen ab. In dem Moment riecht sie nach Haselnuss und Karamell. Danach geht es sehr schnell – dann nimmst du die Pfanne besser vom Herd.

Geht das Rezept auch vegan?

Der Kürbis ja, die braune Butter nicht: Das Nussaroma entsteht aus dem Milcheiweiß, das beim Erhitzen bräunt. Pflanzliche Alternativen bräunen nicht auf dieselbe Weise. Statt Ricotta passt ein cremiger Mandel- oder Cashewfrischkäse.

Wodurch kann ich den Buchweizen ersetzen?

Durch geröstete Kürbiskerne oder grob gehackte Haselnüsse. Es geht dabei um den Biss, nicht um die Zutat selbst.

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Jona

Über die Autorin

Jona · Villa Bloom & Co.

Ich schreibe über Landhausstil, Garten, Terrasse und gemütliches Wohnen – aus echter Überzeugung und eigener Erfahrung. Alles, was ich hier empfehle, habe ich selbst ausprobiert. Mehr über mich →