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Rezepte · Herbst

Meine Herbstküche die 9 Küchenhelfer, die ich immer wieder benutze

Neun Küchenhelfer, zu denen ich bei meinen Herbstrezepten immer wieder greife – nicht die schönsten aus dem Katalog, sondern die, die tatsächlich in Gebrauch sind.

Warum diese Seite und keine Bestenliste

Unter den Herbstrezepten kommt fast immer dieselbe Frage: Welcher Topf ist das? Woher ist das Geschirr? Statt sie neun Mal einzeln zu beantworten, steht hier alles an einem Ort. Was du findest, ist keine Rangliste und kein Test – es ist schlicht das, was bei mir in der Küche steht und was ich beim Kochen für die Fotos benutze.

Mein Maßstab ist dabei ziemlich simpel: Ein Küchenteil muss mehr als eine Sache können, es muss sich gut anfühlen, und es muss noch da sein, wenn der Herbst wiederkommt. Alles, was nur für einen einzigen Handgriff im Schrank Platz wegnimmt, fliegt bei mir früher oder später raus.

Gusseiserner Bräter, Kochmesser, Holzbrett und gesprenkeltes Steinzeug auf einem NussbaumtischPinnen

Meine Herbstküche · was wirklich im Einsatz ist

Transparenz

Die Produktlinks auf dieser Seite sind Werbelinks. Kaufst du darüber etwas, bekomme ich eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts. Empfohlen wird nur, was hier tatsächlich in Gebrauch ist.

Kochen Töpfe, Formen, Pfannen

Der Herbst ist die Jahreszeit der langen Garzeiten. Fast alles hier wandert irgendwann in den Ofen oder köchelt eine Stunde vor sich hin – und genau dafür braucht es Gefäße, die Hitze halten statt sie durchzulassen.

Gusseiserner Bräter

Wenn ich nur ein einziges Teil behalten dürfte, wäre es dieses. Gusseisen nimmt Hitze langsam auf und gibt sie gleichmäßig wieder ab – deshalb brennt darin nichts an, auch wenn das Schmorgericht zwei Stunden im Ofen steht. Er darf vom Herd direkt in die Röhre, was beim Herbstmenü den halben Abwasch spart. Ehrlich dazugesagt: Er ist schwer. Wenn du Probleme mit den Handgelenken hast, heb ihn lieber zu zweit aus dem Ofen.

Im Einsatz bei: Herbstmenü für Gäste · Maronen-Risotto

Pflege: Nach dem Reinigen gut abtrocknen und nicht dauerhaft feucht lagern.

Gusseiserner Bräter →

Schmortopf

Der Topf für alles, was köchelt: Suppen, Kompott, Risotto. Wichtig ist mir ein schwerer Boden – bei dünnen Töpfen setzt Quittenkompott an, bevor der Zucker überhaupt gelöst ist. Der breite Durchmesser hilft außerdem beim Pürieren, weil der Stab nicht ständig an die Wand stößt.

Im Einsatz bei: Pastinaken-Birnen-Suppe · Quitten-Kompott

Pflege: Nach dem Spülen abtrocknen und offen stehen lassen, damit keine Restfeuchte bleibt.

Schmortopf aus Gusseisen →

Auflaufform für den Ofen

Meine wichtigste Regel beim Rösten lautet: lieber eine Nummer größer. Liegt der Kürbis zu dicht, dämpft er im eigenen Saft statt goldbraune Kanten zu bekommen – und genau diese Kanten sind der ganze Geschmack. Die Form darf ruhig etwas hübsch sein, denn sie kommt bei uns oft direkt auf den Tisch.

Im Einsatz bei: Ofen-Kürbis mit Salbeibutter · Kürbis-Focaccia

Pflege: Große Temperatursprünge vermeiden – die heiße Form nicht auf eine kalte oder nasse Fläche stellen.

Auflaufform für den Ofen →

Edelstahlpfanne

Für alles, wo es wirklich heiß werden muss. Beschichtete Pfannen sind bequem, aber sie geben die Röstaromen nicht her, die eine Herbstküche ausmachen. Haselnüsse trocken rösten, Salbeibutter aufschäumen, Pilze anbraten – dafür nehme ich Edelstahl und nichts anderes. Man muss lernen, sie vorzuheizen, danach ist sie unkaputtbar.

Im Einsatz bei: Haselnüsse rösten · Salbeibutter

Pflege: Vor dem Anbraten ausreichend vorheizen; Angebranntes lieber kurz einweichen als kratzen.

Edelstahlpfanne, hoher Rand →

Vorbereiten schneiden, hobeln, sortieren

Der Teil, den niemand fotografiert und der trotzdem über den Abend entscheidet. Wenn das Schneiden leicht von der Hand geht, macht Kochen Freude – und wenn nicht, wird aus einem gemütlichen Sonntag schnell Arbeit.

Kochmesser

Ein gutes Messer ist die einzige Anschaffung in dieser Liste, bei der ich wirklich raten würde, etwas mehr auszugeben. Ein Hokkaido lässt sich mit einem stumpfen Messer kaum sicher teilen – man drückt statt zu schneiden, und genau dabei rutscht man ab. Wichtiger als die Marke ist übrigens, dass es dir in der Hand nicht zu schwer vorkommt.

Im Einsatz bei: allen Herbstrezepten

Pflege: Von Hand spülen und abtrocknen statt in die Spülmaschine, und die Klinge regelmäßig abziehen.

Kochmesser →

Schneidebrett

Groß genug, dass die geschnittenen Pastinaken noch danebenpassen – kleiner wird es immer, als man denkt. Holz schont die Klinge deutlich mehr als Kunststoff und altert schöner; ab und zu ein wenig Öl, dann bleibt es Jahre schön. Auf meinen Fotos ist es fast immer mit dabei, weil es diese warme Grundfläche gibt, die Steingut und Leinen zusammenhält.

Im Einsatz bei: Birnen-Rosmarin-Galette · Rotkohl-Apfel-Salat

Pflege: Nicht längere Zeit im Wasser liegen lassen und gelegentlich mit geeignetem Pflegeöl behandeln.

Holz-Schneidebrett →

Gemüsehobel

Der Moment, in dem sich der Hobel bezahlt macht, ist Rotkohl. Mit dem Messer bekommt man ihn nie so fein, dass er im Salat zart bleibt – mit dem Hobel dauert es zwei Minuten. Bitte wirklich immer den Restehalter benutzen, auch bei den letzten Zentimetern. Ich spreche aus Erfahrung, und die war unangenehm.

Im Einsatz bei: Rotkohl-Apfel-Salat · Birnen-Rosmarin-Galette

Pflege: Die Klinge nach Gebrauch vorsichtig reinigen und beim Hobeln immer den Restehalter verwenden.

Gemüsehobel (Mandoline) →

Servieren der Teil, der bleibt

Beim Servieren entscheidet sich, ob aus Essen ein Abend wird. Zwei Dinge reichen dafür völlig – und beide sind auf fast jedem Bild hier zu sehen.

Gesprenkeltes Steinzeug

Das ist das Geschirr, nach dem hier am häufigsten gefragt wird. Die matte, leicht gesprenkelte Glasur macht mit warmen Herbsttönen etwas, das weißes Porzellan nicht kann: Sie nimmt ihnen das Grelle. Flache Schalen mag ich für Suppe besonders, weil Birnenspalten und Haselnüsse darauf liegen bleiben, statt zu versinken. Kleine Unregelmäßigkeiten gehören dazu – bei Steinzeug gleicht kein Teil dem anderen ganz.

Im Einsatz bei: Herbstmenü für Gäste · Herbsttafel

Pflege: Herstellerhinweise zu Spülmaschine und Mikrowelle beachten.

Gesprenkeltes Steinzeug →

Pfeffermühle

Der kleinste Posten auf dieser Seite und der, den ich am häufigsten in der Hand habe. Fertig gemahlener Pfeffer verliert innerhalb von Wochen fast alles, was ihn interessant macht. Frisch gemahlen über die Suppe, kurz bevor sie auf den Tisch kommt, ist einer der wenigen Handgriffe, die man sofort schmeckt. Achte auf ein Mahlwerk, das sich verstellen lässt – grob über Geschmortes, fein in den Salat.

Im Einsatz bei: Herbstmenü für Gäste · Ofen-Kürbis

Pflege: Nur mit trockenen Pfefferkörnern befüllen.

Pfeffermühle →

Was hier bewusst fehlt und warum

Kein Küchenroboter, keine Spezialform, kein Gerät, das nur eine einzige Sache kann. Nicht weil solche Dinge schlecht wären, sondern weil keines davon in meiner Küche steht. Für die Suppen reicht mir ein einfacher Pürierstab, und einen Apfelentkerner habe ich nach zwei Herbsten wieder verschenkt.

Ich glaube ohnehin, dass gute Küche weniger mit Ausstattung zu tun hat als mit Zeit. Zwanzig Minuten länger im Ofen verändern ein Gericht stärker als jedes neue Gerät.

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Du bist vielleicht über den QR-Code aus dem Heft hier gelandet. Falls nicht: Die sieben Rezepte gibt es gesammelt als 47-seitiges PDF im Villa-Bloom-Stil – mit Saisonkalender, Einkaufsliste und einer Seite zur Herbsttafel.

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Häufige Fragen kurz & klar beantwortet

Muss ich das alles haben, um deine Rezepte zu kochen?

Nein. Mit einem ordentlichen Messer, einem Brett und einem schweren Topf kommst du durch die gesamte Herbstserie. Alles andere ist Komfort.

Womit würdest du anfangen?

Mit dem Messer. Es verändert das tägliche Kochen mehr als jeder Topf – und es hält bei guter Pflege ein halbes Leben.

Verdienst du an diesen Links?

Ja, eine kleine Provision, wenn du darüber etwas kaufst. Für dich bleibt der Preis gleich. Empfohlen wird trotzdem nur, was hier wirklich benutzt wird – alles andere würde die Seite wertlos machen.

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